Die Vorgruppe ist eine
Spielgruppe von 10-12 Kindern. Die Kinder sind im Alter von 2 ½ bis ca.
3 ½ Jahren und halten sich mit zwei Betreuerinnen jeweils mittwochs und
donnerstags für 2½ bis 3 Stunden im Wald auf.
Eingewöhnung
Eine elternbegleitete
Eingewöhnung ist unabdingbar, da die zeitweilige Trennung von Vater und
Mutter einen großen und wichtigen Entwicklungsschritt darstellt. Erst
wenn dieser bewältigt ist, können die Kinder uns als Bezugspersonen
annehmen und Kontakte zu den anderen Kindern der Gruppe aufbauen.
Unser Waldvormittag läuft wie folgt ab:
- Treffpunkt am Parkplatz des GSV-Vereinsheims,
- Morgenkreis (Begrüßung, Lieder),
- wir gehen mit dem Bollerwagen zu unserem Waldplatz,
- gemeinsames Vesper,
- Freispiel mit Naturmaterialien/Beschäftigungsangebot,
- gemeinsames Aufräumen,
- Rückkehr zum Parkplatz,
- Abschlusskreis.
Bei Minusgraden im Winter
gehen wir nach dem Morgenkreis auf Entdeckungsreise, damit die Kinder
in Bewegung bleiben und vespern danach im beheizten Bauwagen.
Dieser immer gleiche Ablauf gibt den Kindern die Sicherheit, die sie am
Anfang brauchen.
Die Jahreszeiten sind
prägendes Element der Waldkindergartenarbeit. Diese werden von den
Kindern durch den Aufenthalt im Freien unmittelbar erlebt.
Die Natur bietet eine
Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten. Wir unterstützen die Kinder bei
ihren Erfahrungen von Möglichkeiten und Grenzen ihrer Körperlichkeit.
Kinder lernen vorwiegend
durch eigenes Tun und mit allen Sinnen, diese werden durch die Vielfalt
in der Natur besonders angesprochen. Im Freispiel geben wir daher den
Kindern die Möglichkeit, Dinge selbst auszuprobieren und dadurch eigene
Erfahrungen zu sammeln. Da im Wald keine vorgefertigten Spiel- und
Bastelmaterialien vorhanden sind, werden Phantasie und Kreativität der
Kinder besonders angeregt.
Durch gemeinsame
Tätigkeiten, wie Händewaschen vor dem Vesper, gemeinsames Beginnen des
Essens, werden erste Regeln in der Gemeinschaft eingeübt. Anfänglich
suchen die Kinder noch weniger den direkten Kontakt zueinander, sondern
müssen zunächst viel beobachten und sich an dem für sie neuen
Tagesablauf orientieren. Erst wenn sie dort die nötige Sicherheit
haben, ist erstes Aufeinander zugehen möglich.
Sprachförderung ist im
Medienzeitalter ein wichtiges Element unserer Arbeit. Anlässe für
Gespräche ergeben sich im Tagesablauf durch Natur- und
Tierbeobachtungen und im Freispiel ganz selbstverständlich. Zusätzlich
wird die Sprachförderung von uns durch Lieder, Gedichte, Reime,
Fingerspiele, Bestimmungs- und Bilderbücher in altersentsprechender
Form vermittelt.
Hält sich ein Kind in
einer Gruppe außerhalb seiner Familie auf, wird von ihm soziales
Verhalten erwartet. Da es im Wald exogene Stressfaktoren wie Lärm oder
Reize durch unterschiedliche Medien nicht gibt, stauen sich
Aggressionen erst gar nicht auf. Durch unsere kleine, überschaubare
Gruppe können wir Konflikte unmittelbar wahrnehmen, aufgreifen und die
Kinder bei ihrer Lösung unterstützen.
Nicht zuletzt gilt es zu
erwähnen: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung!“. Der
Aufenthalt und die Bewegung im Freien stärken das Immunsystem, auch ist
die Ansteckungsgefahr der Kinder untereinander im Wald und an der
frischen Luft gering.
Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten
unseres Vorkindergartens richten sich nach den gesetzlichen Schulferien
und Feiertagen. Diese sind in der ferienfreien Zeit wie folgt:
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Mittwoch und
Donnerstag |
| September bis März |
9.30 Uhr bis 12.00 Uhr |
| April bis August |
9.00 Uhr bis 12.00 Uhr |
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